Naturforscherinnen-AG

Wie entsteht ein Regenbogen? Wie werden Gummibärchen gemacht und wie kommen eigentlich Meereslebewesen auf den Berg??? Mit solchen und anderen Fragen beschäftigen sich die Naturforscherinnen in unserer AG.

Wir stellen Forscherfragen und finden durch spannende Experimente die Antwort heraus.

 

Warum eine Naturforscherinnen-AG nur für Mädels?

Ziel dieser AG ist es Mädchen für die MINT-Fächer zu begeistern. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.  Wir machen spannende Experimente, lösen Kriminallfälle oder bauen Solarzellen. Die Mädels sollen lernen, dass Naturwissenschaften und Technik nicht nur etwas für Jungen ist, sondern auch Mädchen großen Spaß machen kann. Denn in diesen Berufsfeldern ist der Frauenanteil immer noch sehr gering, was nicht an der Leistungsfähigkeit der Schülerinnen liegt,  zeigt, sondern daran, dass sich die Mädeln in diesem Bereich weniger zutrauen, als die Jungen. Der OECD-Bericht: „The ABC of Gender Equality in Education – Aptitude, Behaviour, Confidence“ aus dem Jahr 2015 (http://www.oecd.org/pisa/keyfindings/pisa-2012-results-gender-eng.pdf ), der verschiedene Studien der OECD zusammenfasst zeigt, dass sich Mädels in diesen Bereichen deutlich weniger zutrauen, als Jungs. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Fehlende weibliche Vorbilder und fehlende Unterstützung ihrer technischen oder naturwissenschaftlichen Interessen, sind nur ein Teil des Problems. Vorurteile, wie „das ist eh nur was für Jungs“, oder „ich kann das eh nicht, weil ich ein Mädchen bin“, sind ebenfalls ein Teil des Problems. Das alles entmutigt junge Frauen, sich für den MINT-Bereich zu interessieren.

Warum Mädchenförderung in den MINT-Bereichen so wichtig ist, zeigen neben den OECD-Studien, auch die Studierendenzahlen an deutschen Hochschulen. Mit Ausnahme der Biologie und der Lehramtsstudiengänge überwiegt in allen MINT-Fächern der Männeranteil deutlich. (https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/BildungForschungKultur/Hochschulen/Tabellen/StudierendeMintFaechern.html )

Wie bereits erwähnt benötigen die Mädchen ein Vorbild. Fragt man Menschen auf der Straße nach berühmten Naturforschern, fallen sofort Namen wie Albert Einstein, Leonardo da Vinci, Max Plank und viele viele mehr. Die meisten Leute können eine ganze Reihe von berühmten Naturforschern auflisten. Stellt man jedoch die Frage nach berühmten Naturforscherinnen, müssen die meisten Leute erst einmal passen. Manchmal fallen dann Namen wie Marie Curie und Lise Meitner. Aber mehr meistens nicht. Man sieht, dass die fehlenden Mädchen in den Naturwissenschaften kein Problem der heutigen Zeit ist, sondern lediglich eines, dessen Auswirkungen bis in die heutige Zeit spürbar sind.

Ein solches Vorbild, das aber kaum jemandem gleich einfallen würde, könnte Ada Lovelace sein. In unserer heutigen Zeit sind Computer aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Trotzdem gilt die die Computer-Welt nach wie vor als Männerdomäne. Was jedoch kaum jemandem bewusst ist, ohne die Arbeit von Ada-Lovelace an Charles Babbage’s „Analytical Engine“ gäbe es heute keine Computer! Denn die „analyticel Engine“ war eine Rechenmaschine, für die sie theoretische mathematische Formeln in Funktionsschritte übersetzte. Dies ist ein wesentlicher Aspekt heutiger Programmiersprachen!

Somit ist es mir als Lehrerin für Naturwissenschaften, Didaktikerin aus Leidenschaft und ehemalige Jungforscherin ein wirklich großes Anliegen so wie einst Ada-Lovelace Mädchen für die MINT-Bereiche zu motivieren. Denn, auch das zeigen die OECD-Studien, je früher die Mädchenförderung in den MINT-Bereichen begonnen wird, umso wahrscheinlicher ist es, dass das Interesse daran  bestehen bleibt.

Nicole Hermann (AG-Leiterin)

 

Aktuelles:

Die Naturforschinnen-AG beginnt wieder!!!!!

In diesem Schuljahr gibt es sogar Verstärkung! Neben den beiden regulären Naturforscherinnen-AGs für das 3. und 4. Schuljahr wird es in diesem Jahr noch eine weitere Naturforscherinnen-AG geben: „Naturforscherinnen: Fortgeschrittene“.

Diese dritte AG, die zeitgleich mit der Naturforscherinnen-AG für die 4. Klässler stattfindet ist eine besondere AG für bereits erfahrene Naturforscherinnen. Die Kinder der Fortgeschrittenen-AG werden im Laufe des Schuljahres am Schüler-Wettbewerb „Internationale JuniorScienceOlympiade“ teilnehmen und eigenständig Experimente entwickeln und auswerten. Wenn es gerade keine Wettbewerbsaufgaben zum Lösen gibt, werden die Kinder gemeinsam mit den anderen 4. Klässlerinnen spannende Themen aus Natur und Technik bearbeiten und sind somit auch ein Teil der großen Naturforscherinnen-Familie sein.

Zu allererst werden jedoch in allen 3 AGs die Mädels den Mini-Laborführerschein machen, um danach eigenständig und sicher experimentieren zu können. Danach werden wir in die Welt der kleinsten Teilchen eintauchen und mit Experimenten Antworten auf die großen Fragen aus den Bereichen Chemie, Biologie und Physik finden. Aber auch Informatik und Technik sollen in diesem Schuljahr nicht zu kurz kommen.

Wir freuen uns alle auf ein spannendes Naturforscherinnenjahr!!!!!

Abschluss-Workshop der Naturforscherinnen-AG

Ein spannendes Naturforscherinnen-Jahr geht zu Ende. Zum Abschluss konnten die Kinder in einem ganz besonderen Workshop noch einmal ihre naturwissenschatlichen Fähigkeiten unter Beweis stellen.
Hierzu bekamen die Kinder heute einen „echten Tatort“ im Mehrzweckraum und den Fall des „entführten Herrn Braun“, den es galt zu lösen.
Wer war der Täter? Herr Schwarz, der beste Freund oder der Frau Schwarz, die eifersüchtige Ehefrau; oder gar die Nachbarin, Frau Weiß, die immerhin den Notruf wählte….

Fingerabdrücke, Fußabdrücke, Reifenspuren, eine geheime Botschaft und ein mysteriösen roter Fleck,  dieten als Beweise. Nun waren die Naturforscherinnen gefragt. Eifrig machten sie sich daran herauszufinden was passiert ist. Hierbei ergaben sich zwischendurch die abenteuerlichsten Vermutungen und Verschwörungstheorien, aber zum Schluss fanden die Kinder doch eine plausible Erklärung und eine Überraschung: die ganze Entführung war nur vorgetäuscht!

Da dies auch die letzte AG-Stunde in diesem Jahr war, gab es zum Abschied noch ein Zitat, das der berühmte Naturwissenschaftler Albert Einstein einst von sich sagte: „ Ich habe kein besondere Begabung, ich bin nur leidenschaftlich neugierig!“ Auch wenn das mit der Begabung, zweifelsohne untertrieben, wenn nicht sogar gelogen ist, so hat er doch mit der Neugierde mehr als Recht! Denn die braucht ein Naturforscher ein Leben lang.
Die Naturforscherinnen unser AG haben also die besten Voraussetzungen: sie sind leidenschaftlich neugierig. Wer weiß, vielleicht wird eine von ihnen ja „Frau Einstein“ von morgen.

 

                                               

Ergebnis der Evaluation der Naturforscherinnen-AG vom 12./13.06.2018

Sicherheit wird beim Experimentieren groß geschrieben!

Das Ergebnis der Evaluation war sehr positiv. Alle Kinder gaben an, dass ihnen die AG gut gefallen hat. Da „gut“ die beste Ankreuzmöglichkeit war, bemerkte eine Schülerin sogar „nicht nur gut, ich liebe die AG“.
Da ein sehr wichtiges Ziel der AG, neben der Vermittlung von naturwissenschaftlichen Kernkompetenzen, auch das Wecken von Interesse für eben diese Fächer darstellte, war die Frage nach dem Interessenszuwachs besonders interessant.
Diese wurde von den meisten Schülerinnen als „hoch“ (bestmögliche Bewertung) eingestuft. Nur wenige schätzen den Interessenszuwachs als „eher hoch“ ein. „Eher niedrig“ oder „niedrig“ wurde nicht genannt. Anzumerken ist allerdings auch, dass die meisten Kinder auch ihr ursprüngliches Interesse als „hoch“ oder „eher hoch“ einschätzten, was zu Ungenauigkeiten in der Bewertung des Interessenszuwachs führen könnte. Dies spiegelt sich auch in der Frage nach der Vorerfahrung wieder. Die meisten Kinder gaben an, auch vor der Einwahl in die AG schon einmal experimentiert zu haben.

Unterrichtsthema „Was leuchtet denn da?“ Hier: ein Kastanienzweig unter UV-Licht

Des Weiteren sollten die Kinder noch einmal ihre Erwartungen vom Schuljahresanfang reflektieren. Die meisten kamen zu dem Entschluss, dass ihre Erwartungen „mehr als erfüllt“ wurden. Ein nicht unwesentlicher Punkt, der hier, genau wie an anderen Stellen im Fragebogen immer wieder positiv herausgestellt wurde, ist der, dass die AG nur für Mädels ist. Dies, sowie die Beobachtungen der AG-Leiterin bestätigen die Sinnhaftigkeit des AG-Konzepts, was auch durch wissenschaftliche Studien belegt wird.
Außerdem sollten die Kinder drei Dinge, benennen, die ihnen besonders gut gefallen haben.
Hier wurden eine Reihe von Punkten aufgezählt. Sehr häufig genannt wurde u.a.: „das Experimentieren“, „die Workshops“ und „der Zooausflug“. Interessanter Weise nannten auch zwei Kinder den Internetauftritt der AG. Nicht gefallen hat den Kindern fast nichts Nennenswertes. Die Note die Kinder der AG geben würden, liegt zwischen 1+ und 1-.
Insgesamt handelt es sich um ein sehr positives Ergebnis, das die Zielsetzung der AG bestätigt.

Von der Ess-zur Wissbegierde: Leckere Ergebnisse des Gummibärchen-Workshops

 

 

 

 

„Wer war der Täter???“

In der Naturforscherinnen-AG begeben sich die Kinder zur Zeit auf den Spuren von Sherlock Homes, 3 Fragezeichen und Co.
Um den Täter zu überführen erlernen die Kinder zunächst die wichtigsten Methoden zur Sicherung und Auswertung von Spuren, die jemand am Tatort hinterlässt, wie z.B. Fingerabdrücke und Fußspuren. Welche charakteristischen Muster hat ein Fingerabdruck? Sind die Fingerabdrücke von Zwillingen wirklich identisch? Und welche Informationen liefert ein am Tatort gefundener Fußabdruck?
In dieser Einheit werden die Kinder bis zu den Sommerferien alle wichtigen Werkzeuge kennenlernen, um Beweise an einem Tatort zu finden, sicherzustellen und schließlich den Täter zu überführen. Dazu gehören die Isolierung von DNA, genauso wie das Sichtbarmachen von „Geheimen Botschaften“. Am Ende können die Kinder ihr erlerntes Wissen noch einmal auf ganz besondere Art unter Beweis stellen.
Werden sie das Rätsel um den verschwundenen Herrn Braun lösen?
Hochspannung pur beim „Sondereinsatzkommando Krautgartenschule“!

Die Naturforscherinnen extrahieren (isolieren) die DNA von Äpfeln und Tomaten:

      

 

Die Naturforscherinnen analysieren Finger- und Fußabdrücke :

       

                          

 

 

Ausflug der Naturforscherinnen-AG in den Frankfurter Zoo

 

Im Rahmen des Themas „Beobachten und Bestimmen von Pflanzen und Tieren“ unternahmen die Naturforscherinnen am 13.04.18 einen Ausflug in den Frankfurter Zoo. Am außerschulischen Lernort Zoo konnten die Naturforscherinnen die Tiere nicht nur hautnah erleben, sondern auch ihr neu erworbenes Wissen über die Verwandtschaft im Tierreich direkt anwenden. Woran erkennt man eigentlich, dass der Löwe eine Katze und der Fennek (Wüstenfuchs) ein Hund ist? Welche Gemeinsamkeiten gibt es zwischen Affen und Menschen? Und ist ein Okapi eine Giraffe oder ein Zebra? Neben solchen biologisch-systematischen Fragestellungen lernten die Kinder auch noch allerhand Kuriositäten aus dem Tierreich kennen, wie beispielsweise das Schlafverhalten von Giraffen oder die Symbiose von Anemonenfisch und Anemone. Auch sehr interessant war der Elephantenfisch, der zu den schwach-elektrischen Fischen gehört und Stromschläge aussendet, deren übersetztes Signal im Flur des Exotariums gut zu hören war.

Im Grzimek-Haus, indem es tagsüber dunkel ist, konnten nachtaktive Tiere beobachtet werden. Hierzu zählen beispielsweise die Mausmakis (kleine Primaten, die kurioserweise zur Familie der Katzenmakis gehören), 700 Fledermäuse und Bush-Babys.

Das absolute Highlight des Ausfluges waren die Seehunde, die in der Höhle am Grund des Beckens direkt an der Glasscheibe vorbei schwammen und somit zum Greifen nah schienen.

Es war, trotz schlechten Wetters, ein toller Ausflug bei dem alle Beteiligten viel Spaß hatten!

An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an den Förderverein, ohne dessen finanzielle Unterstützung der Ausflug nicht möglich gewesen wäre!

          

         

         

 

 

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